taube

Buch der Erinnerungen

Herzlich Willkommen, liebe Angehörige & liebe Interessierte,

diese Seite trägt den Namen „Buch der Erinnerung“. Sie wurde eigens dafür eingerichtet, um zum einen den Angehörigen verstorbener Bewohner in unserem Hospiz die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen und Eindrücke über unsere Hospizarbeit nieder zu schreiben. Zum anderen sollen diese Erfahrungsberichte denjenigen einen ersten Eindruck vermitteln, die sich mit dem Thema Sterben auseinander setzen müssen und das stationäre Hospiz als mögliche Alternative für sich selbst oder für Ihren Angehörigen in Betracht ziehen.

Sie, liebe Angehörige, können sich vielleicht noch daran erinnern, als Sie den ersten Kontakt zu uns aufnahmen. Welche Ängste, Hemmungen und auch Zweifel in Ihnen aufkamen, da Sie mit stationären Hospizen teils noch keinerlei Erfahrungen hatten. Und doch haben Sie sich gemeinsam entschieden, die Dienste eines stationären Hospizes für eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung in Anspruch zu nehmen. Wir möchten Sie daher bitten an dieser Stelle Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in unserem Hospiz zu schildern. Selbstverständlich können Sie hier auch Ihr Lob sowie Kritik hinterlassen. Für Anregungen zur Verbesserung unserer Hospizarbeit sind wir sehr dankbar. Ihre Erfahrungsberichte dienen schließlich dazu, das Wirken eines Hospizes denjenigen näher zu bringen, die sich noch unschlüssig sind und gleichzeitig Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.

Wir bedanken uns im Voraus bei Ihnen und sind gespannt auf Ihre Einträge im „Buch der Erinnerung“!

Ihr Hospiz-Team

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Jenny Jansen
2. März 2025 at 16:42
Erfüllt mit großer Dankbarkeit Im Oktober 2024 entschied mein Papa Peter Ilgenstein, nach langem Kampf gegen seine Erkrankung, keine weitere Behandlung mehr zu erhalten. Sein Wunsch war, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben und, wenn möglich, zum Ende hin in ein Hospiz zu gehen. Am 10. Februar 2025 durfte er einziehen. Schon dafür war ich sehr dankbar, weil Besuche zu Hause nicht möglich waren. Am Samstag nach seinem Einzug besuchte ich ihn. Die Atmosphäre im Haus und im Zimmer waren angenehm und mein Eindruck von den Schwestern positiv. Mein Papa erzählte mir, das er sich wohl fühle und sich die Schwestern sehr viel Mühe geben. Das beruhigte mich, weil es mir nicht möglich war, so oft zu ihm zu kommen. Eine Schwester brachte ihm Kuchen und strich ihm über die Wange. Sofort war berührt, weil ich bestätigt sah, wie herzlich sie sich um die Gäste kümmerten. Wir verbrachten schöne gemeinsame Stunden. Ich erkundige mich in der folgenden Zeit regelmäßig telefonisch bei den Schwestern nach meinem Papa. Dann fast zwei Wochen später erhielt ich aus dem Hospiz einen Anruf, dass es ihm deutlich schlechter ging. Der geplante Besuch durfte nicht länger warten. Nach 4 Stunden Fahrt mit Bangen und Hoffen, kam ich im Haus an - und wurde erst einmal „aufgefangen“. Das war eine große Hilfe. In den folgenden Stunden saß ich bei ihm, sprach mit ihm, berührte ihn. Ich spürte genau den Moment, in dem mein Papa zur Ruhe kam und schließlich seinen Frieden fand. Alles was folgte verlief würdevoll und in ruhiger Atmosphäre. Er und der Raum wurden für den Abschied vorbereitet. Dafür hatte ich soviel Zeit, wie ich gebraucht hatte. Auch jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, bin ich von großem Frieden und unendlicher Dankbarkeit erfüllt. Dankbar, dass er im Hospiz zu Gast sein durfte, dafür dass die Schwestern so eine großartige Arbeit mit so viel Wärme leisten und dass sie gleichzeitig auch die Angehörigen im Blick haben. Ganz besonders dankbar bin ich, dass ich in den letzten Stunden beim meinem Papa sein - ihn begleiten konnte und Frieden, weil er nun nicht mehr kämpfen muss. Herzlichen Dank Ihnen allen, dass das so möglich war. Jenny Jansen
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Durch Erinnerungen

leben Menschen in uns

weiter, unsichtbar.

(Zitat)

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