Buch der Erinnerungen

Herzlich Willkommen, liebe Angehörige & liebe Interessierte,

diese Seite trägt den Namen „Buch der Erinnerung“. Sie wurde eigens dafür eingerichtet, um zum einen den Angehörigen verstorbener Bewohner in unserem Hospiz die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen und Eindrücke über unsere Hospizarbeit nieder zu schreiben. Zum anderen sollen diese Erfahrungsberichte denjenigen einen ersten Eindruck vermitteln, die sich mit dem Thema Sterben auseinander setzen müssen und das stationäre Hospiz als mögliche Alternative für sich selbst oder für Ihren Angehörigen in Betracht ziehen.

Sie, liebe Angehörige, können sich vielleicht noch daran erinnern, als Sie den ersten Kontakt zu uns aufnahmen. Welche Ängste, Hemmungen und auch Zweifel in Ihnen aufkamen, da Sie mit stationären Hospizen teils noch keinerlei Erfahrungen hatten. Und doch haben Sie sich gemeinsam entschieden, die Dienste eines stationären Hospizes für eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung in Anspruch zu nehmen. Wir möchten Sie daher bitten an dieser Stelle Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in unserem Hospiz zu schildern. Selbstverständlich können Sie hier auch Ihr Lob sowie Kritik hinterlassen. Für Anregungen zur Verbesserung unserer Hospizarbeit sind wir sehr dankbar. Ihre Erfahrungsberichte dienen schließlich dazu, das Wirken eines Hospizes denjenigen näher zu bringen, die sich noch unschlüssig sind und gleichzeitig Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.

Wir bedanken uns im Voraus bei Ihnen und sind gespannt auf Ihre Einträge im „Buch der Erinnerung“!

Ihr Hospiz-Team

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4 Einträge
Dieter Röhrs schrieb am 21. Oktober 2020 um 8:03:
Oftmals muss erst einmal viel Zeit ins Land gehen, bevor man Dinge erledigt, die schon längst hätten fertig sein sollen. So auch dieser Eintrag, der schon fast ein Jahr lang auf der Festplatte meines Rechners gespeichert war. Jetzt, ein Jahr nach dem Tod unserer Mutter, sind die Bilder und Ereignisse wieder verstärkt im Kopf und so bin ich auch wieder auf den Text gestoßen. Liebes Hospizteam, nachdem die ersten Tränen nach dem Abschied von unserer Mutter, Inge Röhrs, getrocknet sind, möchte ich auf diesem Wege einige Zeilen an sie richten. Vielleicht regen diese Worte ja auch andere Menschen dazu an, über diesen letzten Weg nachzudenken. In den Tagen vom 16.07. bis zum 24.07.2017 fand unsere Mutter in ihrer Einrichtung ihre letzte Herberge in ruhiger und privater Umgebung. Sie hatte sich schon länger mit dem Thema beschäftigt und wusste auch aus vergangenen Erfahrungen genau, das der Verlauf ihrer Krebserkrankung einer Autofahrt in eine Sackgasse gleichen würde. Einen Weg zurück in das Leben, wie wir es kennen, würde es nicht geben. Mit diesem Wissen und mit dem festen Vertrauen darauf, das nach diesem Leben bestimmt noch etwas anderes, schönes kommen wird, ist sie dann von uns gegangen. Oder um es mit den Worten von Udo Lindenberg zu sagen, den gewiss nicht jeder mag: "Du warst, wie schon so oft ein Pionier. Du gehst jetzt schon mal vor, und irgendwann, dann folge ich Dir". Der Gedanke an Krankheit und Tod wird allzu oft von den meisten Menschen verdrängt. Durch den Aufenthalt in einem Hospiz wird der Abschied von einem geliebten Menschen nicht unbedingt leichter und es soll an dieser Stelle auch nicht der Eindruck vermittelt werden, das dieser letzte Weg mit der wirklich sehr guten Begleitung des Hospizteams ein Spaziergang ist. Jedoch kann ich sagen, das die Atmosphäre in ihrem Haus sich bei weitem von der eines "normalen" Pflegeheims absetzt. Den Unterschied mussten wir gerade jetzt erfahren, als der Vater meiner Frau im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Dem Personal in den Pflegeheimen kann an dieser Stelle kein Vorwurf gemacht werden. Es liegt einfach am System, letztendlich an der Verteilung der Gelder. Es ist schon traurig, das die Verteilung von Finanzen über das Wohlbefinden von alten und kranken Menschen entscheidet. Dieter Röhrs
Christine Moß schrieb am 21. Oktober 2020 um 8:02:
Liebes Hospiz-Team, von Sonntag bis Dienstag waren mein Vater und ich Gast in Ihrem Hause. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken. Es war unter den gegebenen Umständen eine sehr schöne Zeit in Ihrem Haus. Mein Vater wurde sehr liebevoll gepflegt und auch ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt! Ich bin so dankbar, dass wir seinen letzten Weg bei Ihnen gehen durften! Auch für die Unterstützung im Vorfeld möchte ich Danke sagen. Ich war teilweise so ratlos und habe dann mit Ihrer Hilfe eine Lösung gefunden. Diese Unterstützung tat mir unendlich gut! In tiefer Dankbarkeit Christine Moß
Giese / Budzinski schrieb am 21. Oktober 2020 um 8:00:
Meine Mutti, Monika Giese, wurde am 02.09.2020 ist Krankenhaus RN eingeliefert und es wurde bei ihr unter anderem Leberkrebs im schlimmsten Stadium festgestellt. WAS IST ZU TUN ? Wir als Familie waren natürlich überfordert und holte uns Hilfe vom Sozialen Dienst und auch von den Ärzten. Nach vielen Gesprächen und Recherchen entschieden wir uns für ein Hospiz. Aber wie nimmt es meine Mutti auf??? Viele Gespräche und auch Bilder aus dem Internet habe meiner Mutti die Angst etwas genommen. Sie wusste auch, sie und wir schaffen es nicht ohne Hilfe. Trotzdem blieb die Angst bei ihr bestehen. Wo komme ich hin? Wie sind die Schwestern? Habe ich ein Einzelzimmer? Werde ich jetzt abgeschoben? Zu unserem Glück ist ganz schnell und völlig überraschend ein Platz im Hospiz Stendal freigeworden. Alle wurden wir von der Nachricht überrannt. Die Freude über den Platz war groß, die Angst Mutti zu sagen es geht jetzt los war genau so groß. Mit dem ASB wurden wir, Mutti und ich, nach Stendal direkt aus dem Krankenhaus ins Hospiz gefahren. Die Angst meiner Mutti konnte ich spüren, sie tat mir so leid, aber ich wusste, es ist das Beste was ihr jetzt widerfahren kann. Uns so war es auch!!!! Wir wurden gleich herzlich an der Tür in Empfang genommen und ins schön hergerichtete Zimmer gebracht. Selbst mein Gästebett war liebevoll hergerichtet. Ich hatte ja Mutti versprochen die erste Nacht bei ihr zu bleiben, um ihr die Angst zu nehmen. Das Zimmer war hell und freundlich. Die Bettwäsche! Wie zu Hause! Mit uns wurde gesprochen, als würden wir uns schon kennen. Herzlich, einfühlsam... ein Gefühl wurde übermittelt, dass sie sich freuen uns hier aufnehmen zu können. Keine Hektik, alles in Ruhe und in Achtung vor dem Kranken. Mutti hat sich umgeschaut und gesagt..."Schön ist es hier". Ich habe mich so gefreut. Alles war und ist richtig. Sie ist gleich über mehrere Stunden eingeschlafen. Ganz ruhig und entspannt hat sie gelegen. Selbst die Ärztin, die auch am Samstag nach den Neuzugängen schaut, hat sie glatt verschlafen. Und mir wurde ein Kaffee, was zu essen angeboten und es wurde sich mit mir hingesetzt und alle offenen Fragen seitens des Hospiz und auch meine in Ruhe durchgesprochen. Meine Mutti und auch ich haben die kurze Zeit im Hospiz und mit den Schwestern sehr genossen. Sie waren immer für uns da." Alle Schwestern sind so lieb ", sagte Mutti immer wieder zu mir. Ja, das sind sind. Voller Führsorge, voller Verständnis für den kranken Menschen, aber auch für die Angehörigen und voller Energie und Freude an ihrer Arbeit. Ich, als Tochter, bin allen so unglaublich dankbar, dass es mir schwerfällt meine Gefühle zu beschreiben. Es sind so viele schöne Gefühle. Auch die Sicht über die Wichtig- und Nichtigkeiten im Leben wurden mir in dieser Zeit bewusst. Es gibt so unglaublich viele Menschen, die so unglaublich Gutes tun und wo leider viel zu wenig nach Außen dringt. Für mich war die kurze Zeit eine sehr einschneidende, positive Zeit. Mit Führsorge, Verständnis, Zeit, Einfühlungsvermögen und Ruhe kann man so unglaublich viel bewirken. ICH DANKE EUCH ALLEN. Wir sind alle so unglaublich froh, dass Mutti auch mit euch an ihrer Seite ihre letzten Weg gehen konnte. Ich werde die Zeit nie vergessen und euch immer dankbar sein. Ich wünsche euch weiterhin die Kraft um diese tolle und schwere Arbeit leisten zu können. Ihr werdet gebraucht!!! Fühle Sie sich alle ganz herzlich von mir gegrüßt und gedrückt. Michaela Budzinski

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Durch Erinnerungen

leben Menschen in uns

weiter, unsichtbar.

(Zitat)

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